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Mexikanische Königsnatter (Lampropeltis mexicana mexicana)

Lampropeltis mexicana mexicana (GERMAN 1884)
Mexikanische Königsnatter (San Luis Potosi Kingsnake) -
ein Haltungsbericht von James

Verbreitungsgebiet: Hauptsächlich lebt diese Königsnatter in Laub- und Nadelwäldern in bergigen und trockenen Gebieten in bis zu 2200 m Höhe, um die Saladan Region der Chihuahua Wüste in den Budestaaten Tamaulipas, San Luis Potosi, Coahuila und Nuevo Leon (Mexiko).

Beschreibung: Bei Lampropeltis mexicana mexicana ist der Kopf deutlich abgesetzt vom Hals. Die Schnauzenspitze schimmert in einem gräulichen Ton, wobei das Schädeldach mit einer „Y-artigen“ Zeichnung gemustert ist.

Der restliche Körper ist meist grau mit rot bis bräunlichen Sattelflecken (bis zu 46 Stück) übersät. Die Körperunterseite ist größten teils mit dunkeln & helleren vermischten Flecken bedeckt. Die Gesamtlänge beträgt ungefähr 100 cm.


„Schlafend auf der Korkrückwand“

Bestimmung:
- Dorsalschuppen (Rückenschuppen) 21 –25 (meist 23)

- Ventralia (Bauchseite betreffend) 190 –212

- Subcaudalia (Schuppen der Bauchunterseite) 51 –65

- Supralabialia (Unterlippenschilder) 7

- Sublabialia (Oberlippenschild) 8 –11

- Körpersattelflecken 23 –46

Terrarienhaltung: Meine 1,1 L. m. m. pflege ich in einem 80x50x50 großen Becken. Wenn sie ausgewachsen sind, werden sie in ein 100x60x50 umgesetzt, wobei das jetzige Terrarium ausreichend dimensioniert ist.

Für die Größe des Terrariums muß sich jeder Schlangenhalter selber entscheiden, nur meines Erachtens sollte die Schlange genug Platz haben, um sich „austoben zu können“.

Viele halten diese Königsnattern in 40-60x50x40 Terrarien, meiner Meinung nach zu klein, aber mit einer guten Strukturierung, wie z. B. Zwischenebenen, kann die Grundfläche vergrößert werden.

Die Durchschnittstemperatur beträgt 27 Grad, also zwischen 26 und 29 Grad, in der Nacht sollte es eine Absenkung von 3-5 Grad geben, so ca. 20 – 22 Grad. Ein 40 Watt Spot (Schutzgitter nicht vergessen) strahlt auf eine Steingruppe, die nachts die gespeicherte Wärme wieder abgibt.

Je nach Jahreszeit benutze ich eine Spot oder eine Heizmatte, Testphasen sollten durchgeführt werden, damit die richtigen Temperaturen gewährleistet werden können. Auch mal in den kühleren Ecken die Temperatur und Luftfeuchtigkeit messen.

An die Luftfeuchtigkeit stellt diese Königsnatter keine so großen Ansprüche, tagsüber liegen die Werte bei 40 –50 %, nachts 60-70%, sie häutet sich auch bei 50 % Luftfeuchtigkeit, einmal die Woche mäßig sprühen reicht völlig aus.

Die Einrichtung des Terrariums, speziell des Bodens empfinde ich als sehr wichtig, Steine, Rinden- und Korkstücken geben dem Boden erst die richtige Struktur.

Als Bodengrund verwende ich Altromin Bodenstreu in einer Höhe von 5 – 10 cm, da L. m. m. sehr gerne gräbt. Klettermöglichkeiten sollten natürlich auch vorhanden sein.

Wenn man Ihr diese Bedürfnisse erfüllt, wird sie ein langes Schlangenleben haben. Aber Vorsicht sie ist eine sehr kräftige Schlange, die alles hochdrücken kann, vor allem bei Steinbauten besteht die Gefahr des Einstürzens -> Verletzungsgefahr. Kannibalismus kommt unter den Lampropeltenarten häufig vor, Einzelhaltung ist angebracht, ist aber bei dieser Art nicht zwingend notwendig.


„Terrarium 80x50x50“

Fortpflanzung und Zucht: Nach 3 – 4 Jahren werden L. m. m. geschlechtsreif. Kurz nach Beendigung der Winterruhe beginnen die ersten Paarungsversuche. Nach der Eiablage beginnt die Zeitigung der Eier in einem Inkubator, die ca. acht bis zehn Wochen andauert (Temperaturabhängig), empfohlene Temperatur beträgt 27 –30 Grad. Jungtiere 15 –22 cm.

Verhalten & Charakter: L. m. m. ist eine dämmerungsaktive Schlange, selten am Tag unterwegs, kommt ab und an aber mal vor.

Sie ist sehr neugierig und beobachtet alles was außerhalb und innerhalb des Terrariums passiert. Sie reagiert sehr nervös, wenn sie sich bedroht fühlt und raschelt mit dem Schwanz wie eine Klapperschlange und kann gelegentlich auch mal zuschnappen, kenn ich aber nur von Jungschlangen.

Sie lässt sich auch nicht gerne in die Hand nehmen und will schnell wieder in das Terrarium, also nur anfassen, wenn es unbedingt nötig. Die Futteraufnahme kann sich manchmal als schwierig erweisen, was aber nicht die Regel ist.

Meine L. m. m. haben von heute auf morgen nur noch nachts bei völliger Stille gefressen, tagsüber war nichts mehr zu machen, aber das ist halt der Charakter jeder einzelnen Schlange, ist aber nicht ungewöhnlich, da sie in der Natur erst in der Dämmerungsphase fressen. Diesem kann man nur mit viel Geduld und Einfallsreichtum entgegenwirken. Trotzdem ist diese Art als Anfängerschlange anzusehen, da sie eine sehr robuste Schlange ist.


„Fütterung“


„Häutungsphase, leicht blasser Schimmer“

Erfahrungen & Fehler: Bei jeder Schlangenart sollten die Haltungsbedingungen genau beachtet werden, denn es kann schneller was passieren, als man denkt.

Jeder probiert mal andere Dinge in seinem Terrarium aus. So war es auch bei mir, ich probierte unterschiedliche Bodensubstrate (wegen der Optik) aus und hatte zum Schluß ein Erkältung meiner Schlange in Kauf genommen, da es zu feucht und zu kalt (Verdunstungskälte) bei ihrem Versteck war, Zugluft verschlimmert diese Situation und ist zu vermeiden. Aber bei Früherkennung kann es gut behandelt werden. Der Tierarzt verschrieb „Bayril – Antibiotikum“, kann ich nur empfehlen. Bodengrund wurde gewechselt, Temperatur erhöht und nach einer Woche war die Behandlung abgeschlossen und erfolgreich.

L. m. m. ist für mich eine faszinierende Schlange und es ist immer wieder ein Vergnügen sie zu beobachten, vor allem wenn sie alles durchwühlt und „Unordnung“ im Terrarium schafft.


„weibliches Jungtier NZ 02“


„Terrarium 80x50x50“


„Terrarium 80x50x50“