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Die Dreiecksnatter (Lampropeltis triangulum)

Die Dreiecksnatter (Lampropeltis triangulum)
 

Lampropeltis-Arten werden sehr häufig angeboten und lassen sich ebenso wie viele Elaphe-Arten auch von "Terraristik-Neulingen" problemlos pflegen Am häufigsten werden dabei Kettennattern und auch Puebla-Dreiecksnattern gehalten. Letztere Art möchte ich hier kurz vorstellen.

Die Dreiecksnatter ist eine einfach zu pflegende Lampropeltis-Art und für den Einsteiger gut geeignet. Die Tiere sind allerdings recht scheu und sollten am besten einzeln gehalten werden.

Die Dreiecksnatter ist eine in Nord- und Südamerika weit verbreitete Art. Sie kommt in Nordamerika von Florida bis Maine (Ostküste) & den Rocky Mountains (Westen) vor, in Südamerika lebt sie sowohl in Mexiko, als auch in Kolumbien, Ecuador und Venezuela.

Insgesamt gib es zur Zeit 25 anerkannte Unterarten, von denen an dieser Stelle die Puebla-Dreiecksnatter (Lampropeltis triangulum campbelli) genauer betrachtet werden soll.

Diese hübsche Schlangenart besitzt einen weiß-schwarzen Kopf, wobei der weiße Part eine hufeisenförmige Form hat. Wie man auf den Fotos sieht, ist diese Art leuchtend rot, weiß und schwarz geringelt. Bei einigen Tieren findet man an Stelle der weißen apricotfarbene Ringe, was den Tieren ein sehr ansprechendes Aussehen verleiht.

Der Kopf ist wie bei allen Lampropelten kaum vom schlanken Körper abgesetzt.

Die Schlangen kommen vom nördlichen Mexiko (Oaxaca) bis zum südlichen Puebla vor.


Verhalten im Terrarium

Die Puebla-Dreiecksnatter gehört zu den eher nervösen Lampropelten. Wenn sie aufgeschreckt wird, so flüchtet sie mit einer ungeahnten Geschwindigkeit, bei wiederholten Störungen schnappt sie auch ganz gerne mal zu. Man sollte den Tieren daher viele Verstecke anbieten, da sie doch eher scheu ist.

Bei der Fütterung hingegen ist diese Art dagegen sehr gierig, so dass man die Tiere bei paarweiser Haltung auf jeden Fall trennen muß.

Diese Unterart scheint problemloser zu Vergesellschaften zu sein, als andere Lampropelten. Jedoch sollte man die Tiere nur mit ihresgleichen zusammenhalten, keinesfalls mit anderen Schlangenarten, da diese ins Beuteschema vieler Lampropelten passen.

Ich empfehle bei dieser Schlangenart trotzdem eine Einzelhaltung, obwohl mir bislang noch keine Fälle untergekommen sind, wo eine Puebla-Dreiecksnatter ihren Partner verspeist hat.


Ansprüche an das Terrarium

Im allgemeinen entspricht die Pflege der Dreiecksnatter der vieler anderer Kletternattern.

Die Dreiecksnatter sollte in einem Terrarium untergebracht werden, welches viele Versteckmöglichkeiten besitzt, um den nervösen Tieren genügend Unterschlupf zu bieten.

Klettermöglichkeiten sollten natürlich auch vorhanden sein, werden aber nur selten genutzt. Die Tagestemperaturen sollten im warmen Teil des Beckens 28-30 °C betragen, im kühleren Bereich um 24°C. Nachts dürfen die Temperaturen um ca. 5°C fallen. Die Temperaturen sollten bei Lampropeltis-Arten in erster Linie über Strahler erreicht werden, da die Tiere gerne graben. Wenn die Schlangen zu lange mit einer im Bodengrund liegenden Heizung in Kontakt sind, droht Dehydrierung, im schlimmsten Fall führen Bodenheizung bei Dauerkontakt zu Verbrennungen, wenn sie nicht ordnungsgemäß über ein Thermostat geregelt werden-

Die Tiere dürfen nicht zu feucht gehalten werden, Wasser sollte man nur selten versprühen, dafür ist der Einsatz einer kleinen Wetbox mit leichz feuchtem Substrat sinnvoll, in dem die Tiere bei Bedarf einen feuchten Unterschlupf finden können.

Jungtiere können alle 5-7 Tage mit einer Babymaus gefüttert werden, adulte Dreiecksnattern alle 7-10 Tage mit Springern oder mittelgroßen Mäusen. Wie oben schon erwähnt sollten die Tiere nicht gemeinsam gefüttert werden, da der Futtergeruch die Schlangen dazu veranlassen kann, sich an ihren Mitbewohnern zu vergreifen. Einzelhaltung hat sich zur Aufzucht bewährt.

Als Bodengrund kann man eine Mischung aus Terrarienerde und Borkensubstrat verwenden, da die Tiere in diesem lockeren Bodengrund auch graben können, was sich häufig beobachten lässt.